Wien (OTS) – Dieter Bornemann präsentiert am Donnerstag, dem 24. Juli
2025, um
22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON ein „Eco Spezial“ zum Thema „Land
in Sicht! – Sind Österreichs Seeufer nicht so privat, wie es
scheint?“:
Wer darf an den See und wer nicht? Seit Jahren zeigt die „Eco“-
Redaktion, wie der freie Zugang zu Österreichs Badeseen verhindert
wird – aber auch, welche Schlupflöcher das österreichische Recht für
Badehungrige bietet. Wie „Eco“ berichtet hat, dürfen die Ufer, die
entstehen, wenn der Wasserstand sinkt, von allen betreten werden –
selbst vor Privatgrundstücken! Viele „Eco“-Zuseher:innen haben die
Probe aufs Exempel gemacht – nicht immer zur Freude der
Seegrundbesitzer:innen: Ein Mann wurde am Fuschlsee sogar angegriffen
und erzählt nun seine Geschichte. Der Vorfall zeigt, wie umkämpft
Seeufer immer noch sind. Dabei gäbe es noch mehr Möglichkeiten, etwas
zu ändern: denn so privat, wie die unzähligen Verbotsschilder vom
Wasser kommende Besucher:innen glauben lassen, sind diese
Ufergrundstücke gar nicht.
Hinter den schmalen Uferstreifen, die im Sommer bei tiefem
Wasserstand uns allen gehören, stehen vielfach noch weit breitere
Streifen des Seeufers im öffentlichen Eigentum – verwaltet von den
österreichischen Bundesforsten oder dem Land Salzburg, die die Ufer
immer wieder aufs Neue an die immer gleichen Eigentümer:innen der
Seegrundstücke dahinter verpachten. Ihr Argument: Nur diese
Privatgrundbesitzer:innen hätten auch einen Zugang zu den
dazugehörigen Ufern. Kritiker:innen meinen, durch dieses System
können sich Seegrundbesitzer:innen auf Kosten der Allgemeinheit
bereichern. Denn die Märchenpreise, die ihre Grundstücke derzeit
erzielen, seien nur möglich, weil damit auch das Privileg der
exklusiven Uferpacht eingekauft wird. Die österreichische
Bevölkerung, der diese Uferstreifen eigentlich gehören, muss hingegen
weiterhin auf Verbotsschilder starren.
Ein „Eco Spezial“ über freien Seezugang, althergebrachte
Gepflogenheiten und neue Ufer. Bericht: Martin Steiner