Digitale Kommunikation in Österreich: Rekordwerte beim Telefonieren über das Internet und Chatnachrichten

Wien (OTS) – „Unvorstellbare 35 Milliarden Minuten telefonierten die
Österreicher:innen im Jahr 2024 über Messenger und
Videokonferenzdienste wie beispielsweise WhatsApp und Microsoft
Teams. Das ist im Vergleich mit 2023 ein Anstieg um 3,5 Milliarden
Minuten oder rund 10 Prozent“, zitiert Dr. Klaus M. Steinmaurer,
Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und
Post, Zahlen aus dem RTR Internet Monitor Jahresbericht. „Umgelegt
auf rund 9 Millionen Österreicher:innen waren das im Jahr 2024 mehr
als 64 Stunden oder 2,7 Tage, die wir internetbasiert telefonierten“,
veranschaulicht Steinmaurer die von Kommunikationsdienste-Anbietern
erhobenen Zahlen. „Klassische Telefonie im Festnetz und über
Mobilfunk kommt 2024 auf lediglich 24 Milliarden Minuten – und damit
auf etwas mehr als zwei Drittel der internetbasierten Telefonie“.

Anzahl der Chatnachrichten erreicht 2024 in Österreich beinahe
die 100 Milliarden-Marke

Insgesamt 99 Milliarden Chatnachrichten wurden 2024 in Österreich
über diverse Messengerdienste versendet. „Das sind mehr als 270
Millionen Nachrichten pro Tag; auch hier haben wir im Jahresvergleich
einen enormen Anstieg zu verzeichnen, und zwar um 4 Milliarden oder
rund 5 Prozent. Chatnachrichten haben in der privaten Kommunikation
den SMS seit langem den Rang abgelaufen, nicht zuletzt deswegen, weil
Chatdienste viele nützliche Features anbieten wie den Versand von
Fotos und Videos oder Lesebestätigungen“, sagt Steinmaurer.

Auch die Kommunikation über E-Mails gewinnt an Bedeutung. „Das
belegt die Entwicklung des E-Mail-Verkehrs: Insgesamt 4,1 Milliarden
E-Mails wurden 2024 versendet, das sind im Jahresvergleich um rund 7
Prozent mehr“, sagt Steinmaurer abschließend.

Der RTR Internet Monitor ist auf der Website der RTR unter
https://www.rtr.at/internet-monitor-2024 veröffentlicht und enthält
umfangreiche Marktdaten zu festem und mobilem Breitband, Auswertungen
aus dem RTR-Netztest, Analysen von Daten aus der Zentralen
Informationsstelle für Breitbandversorgung (ZIB) sowie Daten zu
internetbasierten Kommunikationsdiensten.

Über die RTR

Die „Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH“ (RTR) steht zu 100
Prozent im Eigentum des Bundes. Ihre Kernaufgaben sind die Förderung
des Wettbewerbs auf dem Medien-, Telekommunikations- und Postmarkt
sowie die Erreichung der im KommAustria- und Telekommunikationsgesetz
definierten Ziele. Sie wird von zwei Geschäftsführern geleitet und
ist in die beiden Fachbereiche „Telekommunikation und Post“ (Klaus M.
Steinmaurer) sowie „Medien“ (Wolfgang Struber) gegliedert. Als
Geschäftsstelle unterstützt sie die Kommunikationsbehörde Austria (
KommAustria), die Telekom-Control-Kommission (TKK) und die Post-
Control-Kommission (PCK). Weitere Informationen sind unter www.rtr.at
veröffentlicht.