Wien (OTS) – Das Ergebnis der heutigen Analyse von Umweltminister
Norbert
Totschnig und Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner zu den
heimischen Klimaförderungen ist klar: Das System muss geändert
werden, und das zeitnah. „Bobo-Förderungen“ à la Gewessler darf es
nicht mehr geben – die Gewessler-Politik war teuer und gleichzeitig
ineffizient. „Die Förderbudgets finanzieren wir alle mit unseren
Steuern. Daher muss das Motto sein: maximale Wirkung mit möglichst
geringen Kosten“, betont Christian Tesch, Geschäftsführer der Klima-
NGO oecolution.
Die Studie zeigt: Fernwärme/Fernkälte und direkte
Unternehmensförderungen erweisen sich als die effizientesten
Förderungen mit Einsparungen von 39 bzw. 37 Tonnen CO2 pro 1.000 Euro
Förderung. Damit sind sie fast fünfmal so effizient wie der teure und
überförderte Kesseltausch, bei dem nur 8 Tonnen pro 1.000 Euro CO2-
Einsparung erreicht werden. „Man muss dort reduzieren, wo die
Förderung weniger effizient ist, und dafür dort mehr investieren, wo
die Förderung mehr bewirkt“, schlussfolgert Christian Tesch, denn
„Förderungen sind keine Frage von Moral und Ideologie, sondern von
Effektivität und Effizienz.“
Kritisch betrachtet oecolution auch Förderungen für marktreife
Produkte und Technologien – wie beispielsweise LED-Lampen, PV-Anlagen
oder E-Autos. „Was am Markt funktioniert, braucht keine Förderung
mehr“, betont Tesch und fügt hinzu: „Förderungen verzerren den Markt
und kosten Wohlstand. Daher sollten sie nur sehr überlegt eingesetzt
werden.“
Angesichts der budgetären Lage sei es aus Sicht von oecolution
schlicht notwendig, Ineffizienzen bei den Klimaförderungen
abzuschaffen und den Förder-Euro künftig treffsicher einzusetzen. Die
Bundesregierung solle daher mit den Erkenntnissen der Studie die
Klimaförderungen rasch neu aufstellen.