KOMKON 2026: 350 Kommunikationsprofis diskutieren über Vertrauen, KI und die Zukunft der Branche

Wien (OTS) – Der KOMKON , der gemeinsame Kommunikationskongress von
PRVA (Public
Relations Verband Austria) und APA-Comm , ging am 7. Mai im Wiener
Tech Gate in seine zweite Runde. Mit rund 350 Teilnehmer:innen aus
Unternehmen, Agenturen, Medien und Institutionen bestätigte die
Veranstaltung ihre Position als einer der zentralen Treffpunkte der
österreichischen Kommunikationsbranche.

Das Thema Mut zog sich dabei wie ein roter Faden durch den
gesamten Kongresstag. Bereits bei der KOMKON-Pre-Party unter dem
Motto „Mut. Macht. Momente.“ setzte Sängerin Sofia Reyna mit ihrem
Satz „Mut heißt nicht, keine Angst zu haben. Mut heißt, es trotzdem
zu machen.“ einen Ton, der viele Diskussionen des Folgetages prägte.

Eröffnet wurde der KOMKON von PRVA-Vizepräsident Johannes Angerer
in Vertretung von PRVA-Präsidentin Ingrid Gogl sowie von APA-Comm-
Geschäftsführer Klemens Ganner. Im Mittelpunkt standen die
Veränderungen der Kommunikationsbranche durch KI, die zunehmende
Geschwindigkeit zwischen strategischer Überlegung und operativer
Umsetzung sowie die Frage, wie Inhalte künftig entstehen,
distribuiert und konsumiert werden.

„Die Spielregeln der Sichtbarkeit werden gerade neu geschrieben,
vor allem durch KI. Genau deshalb braucht es Räume wie den KOMKON, um
diese Veränderungen gemeinsam einzuordnen“, so Klemens Ganner,
Geschäftsführer von APA-Comm.

Johannes Angerer betonte die wachsende Bedeutung der
Kommunikationsbranche und die Verantwortung von Kommunikation in
gesellschaftlichen Veränderungsprozessen.

Der KOMKON spannte inhaltlich einen breiten Bogen über die
aktuellen Herausforderungen der Branche: Vertrauen versus
Desinformation, Effizienz durch KI versus Kontrollverlust,
Transformation der Arbeitswelt, Fachkräftemangel sowie Europas Rolle
im globalen Kommunikationswettbewerb.

Bereits die Eröffnungs-Keynotes im Auditorium machten deutlich,
wie stark Kommunikation gesellschaftliche Wahrnehmung prägt. Doris
Schmidauer appellierte in ihrer Session „Zwei Minuten für die
Zukunft“ daran, gewohnte Narrative bewusst zu hinterfragen: „Immer
wenn wir nach dem Gewohnten greifen, bestätigen wir es auch.“ Sie
sprach über die Macht von Bildern, Rollenbildern und positiven
Erzählungen sowie darüber, warum Kommunikation Verantwortung für
gesellschaftliche Realität trägt.

Stefanie Rupp-Menedetter, Chief Communications Officer bei
ProSiebenSat.1 Media SE, rückte die Chancen von Krisenkommunikation
in den Mittelpunkt. Statt ausschließlich auf Verteidigung und
Schadensbegrenzung zu setzen, brauche es neue Narrative, Haltung und
Orientierung: „Hinter jeder Krise steckt eine Chance.“

Auch die Paneldiskussion „Think big! Neuer Mut und große
Möglichkeiten“ zeigte, dass Mut zu einem zentralen Begriff moderner
Kommunikationsarbeit geworden ist, sei es im Umgang mit
gesellschaftlichen Spannungen, Diversität, Nachhaltigkeit oder
organisationalem Wandel.

Großen Raum nahm auch die Frage nach Vertrauen und
Informationsqualität ein. In der Diskussion „Trust, Propaganda, Fake
News und Informationsqualität“ beschäftigten sich Expert:innen mit
Desinformation, Plattformlogiken, KI-generierten Inhalten und
Medienkompetenz. Einigkeit herrschte darüber, dass Transparenz und
Glaubwürdigkeit zentrale Währungen der Kommunikation bleiben.

AMS-Vorstandsvorsitzender Johannes Kopf brachte komplexe
Entwicklungen am Arbeitsmarkt humorvoll und verständlich auf den
Punkt. Trotz Rezession gebe es weiterhin tausende offene Stellen pro
Tag, gleichzeitig brauche es mehr Kommunikation rund um
Arbeitsplatzattraktivität, Qualifikation und Zuwanderung.

Weitere Panels widmeten sich Employer Branding, der Zukunft
Europas sowie KI und Innovation in der Kommunikation. Besonders die
Diskussion rund um Europas Resilienz setzte starke Akzente. Othmar
Karas betonte: „Europa ist eine Chance und ein Erfolg. Wir müssen
lernen, das auch zu erzählen.“

Zum Abschluss diskutierten führende Journalistinnen aus
österreichischen Medienhäusern über Vertrauen, Medienwandel und die
Zukunft des Journalismus. Themen wie Regionalität, Community
Building, neue Nutzungsgewohnheiten und die Auswirkungen von KI auf
Medienarbeit standen dabei im Fokus.

Die Vorträge und Diskussionen im Auditorium wurden durch
interessante Sessions in den Breakout Rooms und auf der Business
Stage ergänzt. Dort setzten Sponsor:innen und Branchenexpert:innen
zusätzliche Impulse zu Themen wie KI-Suche und Sichtbarkeit,
Influencer Relations, Krisenkommunikation, Qualitätsmanagement in der
PR sowie der Rolle klassischer Presseaussendungen im digitalen
Kommunikationsmix.

Nach der erfolgreichen zweiten Ausgabe ist der KOMKON, mit dem
nötigen Mut, auf dem besten Weg, sich dauerhaft als fixer Termin im
Kalender der Kommunikationsbranche zu etablieren.

Über den PRVA (Public Relations Verband Austria)

Der Public Relations Verband Austria ist der Verband für
Kommunikationsexpert:innen mit einem ganzheitlichen Verständnis für
professionelle und strategische Kommunikation in Österreich. Als
freiwillige Interessenvertretung und zentrale Vernetzungsplattform
für seine rund 800 Mitglieder unterstreicht der PRVA die
gesellschaftspolitische Relevanz und Verantwortung professioneller
Public Relations. Seit 1975 engagiert sich der PRVA für Aus- und
Weiterbildung von PR-Treibenden, die Etablierung von Qualitäts-
Standards sowie für Bewusstseinsbildung und ethische Richtlinien in
der Branche.

Über APA-Comm

APA-Comm ist das auf Kommunikationsdienstleistungen
spezialisierte Tochterunternehmen der APA – Austria Presse Agentur.
Es richtet sich an PR- und Kommunikationsspezialistinnen und –
spezialisten und vereint sämtliche Dienstleistungen sowie Anwendungen
für professionelle Kommunikationsprozesse: Produktion (Foto, Podcast)
, Medien- und Bilddatenbank, Journalist:innen-Daten,
Rechercheservices, Verbreitung von OTS-Aussendungen, Content-
Platzierung, Medienbeobachtung, Social Media Monitoring oder
Erfolgsmessung. Die zentrale Plattform von APA-Comm für
Kommunikationsspezialist:innen ist der PR-Desk. APA-Campus, das
Weiterbildungsangebot der APA – Austria Presse Agentur, vermittelt
zudem PR-Verantwortlichen sowie Medien fundierte Kenntnisse aus
unterschiedlichen Disziplinen der Kommunikation in Theorie und
Praxis.

Die Verbandsarbeit wird von folgenden Wirtschaftspartnern
unterstützt:

A1 , APA-COMM , Brau Union , DORDA , IFES , IKEA , Observer ,
Wiener Stadtwerke

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