Kufstein (OTS) – Was als studentische Arbeitsgemeinschaft begann,
wird nun
institutionell gestärkt: Der von Prof. (FH) Dr. Christian Schmid
gegründete Verein Tiny Torquer hat einen Sponsoringvertrag mit der FH
Kufstein Tirol abgeschlossen. Damit bekennt sich die Hochschule zu
einem Projekt, das nicht nur Rennsportbegeisterung weckt, sondern
auch technische Ausbildung zum Anfassen bietet – mit Stahlrahmen,
Einheitsmotor und viel Eigeninitiative.
„Wir engagieren uns bewusst auch an innovativen Formaten“, sagt
FH-Geschäftsführer Prof. (FH) Dr. Thomas Madritsch. „Die Tiny Torquer
sind nicht nur rasant unterwegs, sondern auch echte Botschafter für
Teamgeist und Technik – das passt hervorragend zu uns.“
Zwtl.: Mehr als Schrauben: Technik lernen, Bewegung starten
Durch die neue Partnerschaft wird vieles möglich, was vorher kaum
realisierbar war. Veranstaltungen, Messeauftritte und Teilnahmen an
offiziellen Rennen können nun professioneller geplant und finanziert
werden. Zusätzlich stellt die FH allen Vereinsmitgliedern
Räumlichkeiten für Werkstatt und Besprechungen zur Verfügung. So
entsteht ein Ort, an dem Tüftlergeist und Teamarbeit
aufeinandertreffen.
„Für uns ist das eine enorme Anerkennung – fachlich wie
persönlich“, so Projektleiter Schmid. „Es zeigt, dass unsere Vision
einer breiten, leistbaren Motorsportbewegung kein Einzelprojekt ist,
sondern eine Idee, die die FH mitträgt und weiterentwickelt.“ Auch
organisatorisch gibt es wertvolle Unterstützung – etwa durch
Marketingmaterial, Eventausstattung oder die Präsentationsfläche im
Foyer.
Zwtl.: Lehre mit Zündfunke
Mittlerweile fließt das Projekt tief in die Lehre ein. Neben
Bachelor- und Masterarbeiten werden die Mini-Bikes in mehreren
Lehrveranstaltungen aktiv genutzt – zum Beispiel in Werkstofftechnik
, Maschinenelemente oder Rapid Product Development . Die Studierenden
entwickeln, konstruieren und bauen Prototypen in Rekordzeit – oft mit
außergewöhnlichem Einsatz.
„Zwei Teams haben im Rahmen des internationalen Programms je ein
vollständiges Bike von Grund auf gebaut – obwohl sie mehrheitlich
keinen technischen Hintergrund hatten. Beide Gruppen haben freiwillig
das Doppelte der vorgesehenen Zeit investiert. Das zeigt, was möglich
ist, wenn man Studierende wirklich begeistert.“
Auch bei Unternehmen der Region sorgt das Projekt für
Aufmerksamkeit – einige denken darüber nach, ihre Lehrlinge an der
Entwicklung eigener Mini-Bikes teilnehmen zu lassen. „Das Projekt
macht Technik sichtbar, greifbar – und vor allem motivierend.“
Zwtl.: Rückenwind für die nächste Etappe
Der Verein zählt mittlerweile über 20 Mitglieder – darunter FH-
Studierende, FH-Mitarbeitende und Interessierte aus der Region. Die
Community wächst: Unterstützer:innen kommen mittlerweile auch aus
Rosenheim, Brannenburg und Salzburg. Erste Kontakte zu deutschen
Motorsportverbänden wurden geknüpft, sogar eine eigene Rennklasse im
Rahmen offizieller Veranstaltungen ist in Vorbereitung.
„Unsere Position in Gesprächen mit Partnern und Veranstaltern hat
sich durch das Sponsoring massiv verbessert“, berichtet Schmid. „Wir
werden als ernstzunehmender Player wahrgenommen, mit Vision und
Substanz.“ Neben der DMV-Landesgruppe Sachsen-Anhalt haben auch der
SCB e.V. sowie der DMSB (Deutscher Motor Sport Bund) ihr Interesse an
einer langfristigen Kooperation signalisiert.
Langfristig könnten unter dem Dach der FH Kufstein Tirol sogar
eigene Events organisiert werden – in Zusammenarbeit mit
Praxisprojekten oder lokalen Partnern. Erste Ideen gibt es bereits.
Zwtl.: FH-Spirit auf der Rennstrecke
Für die FH Kufstein Tirol ist die Unterstützung der Tiny Torquer
ein Beispiel dafür, wie Innovation, Leidenschaft und Ausbildung
ineinandergreifen können. „ Die Tiny Torquer stehen für
Technikbegeisterung, Talentförderung und Spaß am Sport – Werte, die
wir auch an der FH leben“, sagt Thomas Madritsch. „Gerade im Bereich
Technik und Digitalisierung sehen wir eine spannende Verbindung zu
unseren Studiengängen.“
Dass dabei auch Teamgeist, Eigenverantwortung und
interdisziplinäre Zusammenarbeit gestärkt werden, sei ein
zusätzlicher Gewinn. „Die Studierenden lernen nicht nur Technik – sie
erleben Verantwortung und schaffen etwas, das bleibt . “
Zwtl.: Mitmachen erwünscht
Tiny Torquer ist offen für alle – egal ob mit oder ohne FH-Bezug.
Mitmachen kann man als aktives Vereinsmitglied, Schrauber:in,
Rennfahrer:in oder Unterstützer:in im Bereich Organisation,
Kommunikation und Sponsoring.
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Studiengang Wirtschaftsingieneurswesen