FPÖ – Schmiedlechner: „Regierung setzt keine Maßnahmen gegen die Lebensmittelverschwendung, sondern setzt weiter nur aufs Reden!“

Wien (OTS) – In seiner heutigen Rede im Nationalrat dankte FPÖ-
Landwirtschaftssprecher NAbg. Peter Schmiedlechner den Initiatoren
des Volksbegehrens „Essen nicht wegwerfen!“, das von 126.767 Personen
unterstützt wurde und zum Ziel hat, nach dem Beispiel Frankreichs,
Italiens und Tschechiens strenge Gesetze zur Bekämpfung von
Lebensmittelverschwendung zu beschließen sowie Hersteller und
Supermärkte aufzufordern, abgelaufene, aber noch genießbare
Lebensmittel zu spenden.

„Wir leben in einer Zeit, in der sich viele Menschen den
täglichen Einkauf nicht mehr leisten können. Gleichzeitig werden aber
tausende Tonnen an Lebensmitteln weggeschmissen. Diese Verschwendung
erleben wir in der Produktion, in der Landwirtschaft, weil die
Anforderungen, Richtlinien sowie Qualitätsstandards immer höher
werden und gleichzeitig der Gesetzgeber und die EU zum Beispiel die
Verwendung gewisser Wirkstoffe, wie etwa von Pflanzenschutzmitteln,
einschränken. Wenn solche Wirkstoffe verboten und den Bauern damit
die Produktionsmittel genommen werden, dann leidet darunter die
Qualität, sodass die Lebensmittel zwar produziert, aber
weggeschmissen werden, da sie eben nicht den hohen Standards
entsprechen – das ist doch Irrsinn!“, kritisierte Schmiedlechner.

Lebensmittelverschwendung gebe es nicht nur in der Produktion,
sondern auch in der Weiterverarbeitung und im Handel, wo Produkte im
Regal ablaufen und danach weggeworfen werden würden. „Die meiste
Lebensmittelverschwendung findet aber leider in privaten Haushalten
statt, wo eingekauft wird und dann Lebensmittel nach dem
Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums entsorgt werden. Hier
fehlt die Sensibilisierung der Konsumenten dahingehend, als dass ein
überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum nicht gleich bedeutet, dass
das Lebensmittel kaputt und nicht mehr genießbar ist!“, so der
freiheitliche Landwirtschaftssprecher.

Auf politischer Ebene werde das Thema der
Lebensmittelverschwendung seit langem diskutiert, der große
Durchbruch sei aber bisher noch nicht geschafft worden. Die Regierung
habe daran auch kein Interesse, wie man anhand der leeren
Regierungsbank während dieser Debatte sehen könne. „Es ist daher ja
schon fast lächerlich, wenn die Regierungsparteien heute hergehen und
einen Antrag einbringen, der keine konkreten Maßnahmen beinhaltet und
im Endeffekt wieder nur aufs Evaluieren, aufs Reden hinausläuft,
statt endlich zu handeln. Es wird nicht danach getrachtet, soziale
Einrichtungen besser zu unterstützen, Richtlinien und hohe
Qualitätsstandards sinnvoll zu hinterfragen oder die Konsumenten zu
sensibilisieren. Diese Regierung wäre schon lange genug im Amt, um
endlich vom Reden ins Handeln zu kommen, das macht sie aber nicht,
daher sollte sie sofort zurücktreten und den Weg für Neuwahlen
freimachen!“, forderte NAbg. Peter Schmiedlechner.