HV & Nexi: Payment Report 2025: 9 von 10 Österreicher:innen kaufen online ein, 65% shoppen am liebsten mit dem Smartphone.

Wien (OTS) – Der digitale Handel in Österreich hat eine neue
Reifestufe erreicht.
Neun von zehn Österreicher:innen kaufen online ein und für 65% ist
das Smartphone mittlerweile das wichtigste Gerät beim Onlineshopping.
Digitale Zahlungen sind damit über alle Generationen hinweg fest im
Alltag verankert – sowohl online als auch im stationären Handel. Das
zeigt der aktuelle Payment Report 2025 des europaweit tätigen
Zahlungsdienstleisters Nexi, der in Zusammenarbeit mit dem
Handelsverband Österreich erstellt wurde.

Grundlage ist eine umfassende, repräsentative Studie zum Konsum-
und Zahlungsverhalten in Europa. Insgesamt wurden 27.930 Personen im
Alter von 18 bis 79 Jahren mit Internetzugang in elf europäischen
Ländern befragt, darunter mehr als 2.500 in Österreich. Die Erhebung
erfolgte über das gesamte Jahr hinweg auf wöchentlicher Basis und
bildet reale Einkaufs- und Zahlungserfahrungen ab.

Technologie allein reicht nicht – Umsetzung macht den Unterschied

„Der österreichische Payment-Markt hat eine hohe digitale Reife
erreicht. Neue Technologien allein machen heute keinen Unterschied
mehr – entscheidend ist, wie einfach, schnell und zuverlässig sie im
Alltag funktionieren“ , erklärt Damir Leko , Country General Manager
von Nexi in Österreich. „Konsument:innen erwarten konsistente
nahtlose Prozesse über alle Kanäle hinweg. Wer Reibung im
Zahlungsprozess reduziert, stärkt nicht nur den Abschluss, sondern
auch die langfristige Kundenbindung.“

„Mit einer Durchdringung von 90% über alle Altersgruppen hinweg
ist der digitale Einkauf in Österreich mittlerweile fest verankert“ ,
bestätigt Rainer Will , Geschäftsführer des Handelsverbands.
Besonders stark verbreitet ist er bei den 18- bis 59-Jährigen, doch
auch in der Generation 60+ kauft eine deutliche Mehrheit online ein.
Bei der Wahl der Online-Zahlungsmethoden stehen Einfachheit (59,5%),
Geschwindigkeit (58%) und Sicherheit (53%) klar im Vordergrund. Der
österreichische Markt gilt damit als digital hoch entwickelt, aber
selektiv. Konsument:innen setzen auf etablierte und vertraute
Zahlungsmethoden wie Debit- und Kreditkarten, während alternative
Methoden wie Kauf auf Rechnung eine ergänzende Rolle einnehmen.

Damir Leko : „Wir sehen, dass Konsument:innen heute sehr bewusst
entscheiden, wie sie bezahlen. Sie erwarten einfache Abläufe, klare
Informationen und ein verlässliches System. Für Händler bedeutet das,
Payment nicht isoliert zu betrachten, sondern als Bestandteil der
gesamten Customer Journey.“

Zwtl.: Digitale Ausgaben verlagern sich in Richtung Alltag, Services
und Mobilität

Der Payment Report 2025 zeigt deutlich, welche Kategorien den
digitalen Handel in Österreich prägen. Bei den physischen Produkten
liegt Bekleidung mit 45% klar an der Spitze, auch Schuhe schneiden
mit 27,5% sowie Beauty-Produkte mit 23% gut ab. Lebensmittel gewinnen
weiter an Bedeutung und erreichen inzwischen 22%. Das unterstreicht,
dass sich Online-Shopping zunehmend vom klassischen Modekauf hin zu
alltäglichen Bedarfskategorien entwickelt.

Gleichzeitig wächst der Anteil digitaler Dienstleistungen.
Besonders dynamisch zeigt sich der Bereich Versicherungen, der mit 21
% einen deutlichen Zuwachs verzeichnet. Zugelegt haben auch Streaming
-Dienste mit 31,5%. Digitale Zahlungen werden damit immer stärker
Teil eines integrierten Finanz- und Lebensmanagements.

Zwtl.: Hotellerie, Gastronomie und Gesundheit zwischen digitaler
Nutzung und stationärer Stärke

Gerade in der Hotellerie zeigt sich die klare digitale
Verankerung bei geplanten Ausgaben. 22,5% der Österreicher:innen
buchen Hotels online, auch der Online-Kauf von Zugtickets erreicht 22
%. Digitale Buchungsprozesse sind damit insbesondere bei Reisen fest
etabliert. In der Gastronomie bleibt der Konsum hingegen überwiegend
stationär geprägt. Fast Food oder Take-away (25%) sowie Bars oder
Cafés (35%) zählen zu den häufigsten Ausgabebereichen im Geschäft.
Die Branche ist damit weiterhin stark lokal verankert, auch wenn
digitale Zahlungsmethoden im stationären Handel insgesamt an
Bedeutung gewinnen.

Auch im Gesundheitsbereich zeigt sich diese parallele
Entwicklung. 27,5% kaufen Apothekenartikel online, gleichzeitig
zählen Apotheken mit 50% zu den wichtigsten stationären
Ausgabebereichen. Der Online-Kauf gewinnt damit auch im Health-
Segment an Bedeutung, während der physische Standort weiterhin eine
zentrale Rolle spielt.

Zwtl.: Digitaler Fortschritt zeigt sich im Alltag – beim Bezahlen wie
bei der Verantwortung

Während 65% der Österreicher:innen online ausschließlich auf dem
Smartphone shoppen, gewinnt das Smartphone auch im stationären Handel
weiter an Bedeutung: 38% bezahlen bereits im Geschäft mit dem
Smartphone. Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung bei den 18-
bis 29-Jährigen, von denen 73% mobile Zahlungen nutzen.

„Der Onlinehandel bleibt auf der wirtschaftlichen Überholspur und
das Smartphone der Überflieger. Zwei Drittel der Österreicher:innen
nutzen es als Hauptgerät im E-Commerce. Auch im stationären Handel
wächst der Mobile-First-Trend rasant, vier von zehn Kund:innen
bezahlen regelmäßig mit dem Handy. Und besonders wer junge Kund:innen
erreichen will, muss mobil denken“ , so Handelssprecher Rainer Will .

Bargeld bleibt dennoch stabil und macht weiterhin rund 40% der
Zahlungen aus. Österreich zeigt damit eine Koexistenz verschiedener
Zahlungsformen – digital fortgeschritten, aber ohne radikale
Verdrängung traditioneller Methoden.

Der vollständige Payment Report 2025 steht hier zum Download bereit:
https://www.nexi.at/de/payment-report