IV: Mercosur-Abkommen als Chance begreifen!

Wien (OTS) – Anlässlich des heutigen Rats der EU-Handelsministerinnen
und –
minister spricht sich die Industriellenvereinigung (IV) neuerlich für
die rasche Umsetzung des Mercosur-Abkommens aus. Österreich befindet
sich in der längsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Das
Wirtschaftswachstum stagniert, Unternehmen investieren im Inland
zunehmend zurückhaltend und der Druck durch internationale Konkurrenz
und geopolitische Verwerfungen nimmt zu. „In dieser wirtschaftlich
herausfordernden Phase sind gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen
dringend notwendig, um neue Absatzmärkte zu gewinnen und die
Exportleistung zu verbessern. Das Handelsabkommen mit den Mercosur-
Staaten könnte dabei eine wichtige Impulswirkung entfalten“, erklärt
IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

Strategische Bedeutung erkennen – Exportchancen nutzen

Gerade angesichts der jüngsten Ankündigung von US-Präsident
Donald Trump, EU-Waren ab August mit 30 Prozent an Zöllen zu belegen,
betont die Industriellenvereinigung die Bedeutung von Mercosur für
den Wirtschaftsstandort Österreich. Das Abkommen mit den Mercosur-
Staaten bietet österreichischen Betrieben neue Möglichkeiten, ihre
Produkte auf internationalen Märkten zu platzieren, trägt zur
Sicherung industrieller Arbeitsplätze bei und unterstützt Europas
Fähigkeit, global strategisch zu agieren – insbesondere in einer
Welt, die von wachsender Unsicherheit und geopolitischer
Zersplitterung geprägt ist.

„Angesichts unvorhersehbarer Entwicklungen auf internationaler
Bühne, wie etwa den USA, ist es umso wichtiger, neue wirtschaftliche
Allianzen zu schmieden und den Zugang zu dynamischen Märkten zu
erleichtern. Nur so können wir die notwendigen Impulse für
nachhaltiges Wachstum setzen“, betont Neumayer.

Vor diesem Hintergrund appelliert die Industriellenvereinigung
erneut, die Blockadehaltung Österreichs aufzugeben: „Die
Bundesregierung muss die strategische Bedeutung von Mercosur
erkennen. Österreich braucht neue Partnerschaften und Zukunftsmärkte,
um Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand zu steigern“, so Neumayer
abschließend.