Ö1, ORF 2 und ORF III zum 10. Todestag von Nikolaus Harnoncourt: „Es immer neu und besser machen“

Wien (OTS) – Am 5. März jährt sich der Todestag von Dirigent Nikolaus
Harnoncourt
zum zehnten Mal. Ö1 erinnert mit elf Sendungen an den Visionär der
historischen Aufführungspraxis, in ORF 2 ist eine Dokumentation und
in ORF III ein Gespräch sowie eine Hommage zu sehen.

In „Du holde Kunst“ (8.15 Uhr) am Sonntag, den 1. März liest
Elisabeth Orth Gedanken und Überlegungen von Nikolaus Harnoncourt zu
Musik und Gesellschaft. Unter dem Titel „Die Schönheit in der Kunst
schließt das Gegensätzliche ein und heißt Wahrheit.“ sind Auszüge aus
Essays, Vorträgen und Interviews des Dirigenten und Pioniers der
historischen Aufführungspraxis zu hören sowie in Interpretation von
Nikolaus Harnoncourt Musik von Johann Sebastian Bach, Wolfgang
Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Claudio
Monteverdi.

Im „Radiokolleg“ steht von Montag, den 2. bis Donnerstag, den 5.
März jeweils ab 9.45 Uhr eine „Zeitreise mit Alice Harnoncourt“ auf
dem Programm, die im September 2020 zum 90. Geburtstag der
Violinistin entstanden ist. Mehr als sechs Jahrzehnte stand die
Musikerin an der Seite ihres Mannes: Sichtbar am ersten Pult des
Concentus Musicus Wien, weniger sichtbar für die Öffentlichkeit als
unverzichtbare Managerin des Familien- und Berufslebens, die im Falle
der Harnoncourts eng verwoben waren. Im ersten Teil geht es um die
„Geigerin mit einzigartigem Klang“ (2.3.), die weiteren Folgen:
„Pionierin der historischen Aufführungspraxis“ (3.3.), „Familie und
Musik“ (4.3.) und „Management Nikolaus Harnoncourt“ (5.3.).

In „Alte Musik – neu interpretiert“ ist am Mittwoch, den 4. März
ab 19.30 Uhr eine Aufnahme von der Styriarte zu hören: Der Concentus
Musicus Wien und das Chamber Orchestra of Europe interpretieren unter
der musikalischen Leitung von Nikolaus Harnoncourt Werke von Wolfgang
Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Joseph Haydn.

Am Donnerstag, den 5. März heißt es in „Ausgewählt“ (10.05 Uhr)
„Harnoncourt dirigiert Wagner“, ab 14.05 Uhr befasst sich „Stimmen
hören“ unter dem Titel „Es immer neu und besser machen“ mit Nikolaus
Harnoncourts Vokalmusik-Kernrepertoire. Ab 19.30 Uhr ist eine
Konzertaufnahme aus dem Jahr 2010 im Wiener Musikverein zu hören:
Bachs h-Moll-Messe gespielt vom Concentus Musicus Wien unter der
Leitung von Nikolaus Harnoncourt, es singen Genia Kühmeier und
Elisabeth von Magnus (Sopran), Bernarda Fink (Alt), Michael Schade (
Tenor), Florian Boesch (Bass) und der Arnold Schönberg Chor.

Im „Ö1 Essay“ (11.05 Uhr) am Freitag, den 6. März liest Nicholas
Ofczarek Harnoncourts Text über „Musikverständnis und
Musikerausbildung“, in dem er sich mit zentralen Ideen zur
Revitalisierung Alter Musik, der Bedeutung der
Musiker:innenausbildung und der sich verändernden Rolle von Musik in
der Gesellschaft im Allgemeinen befasste.

Das „Diagonal zur Person: Nikolaus Harnoncourt“ geht am Samstag,
den 7. März ab 17.05 Uhr den Fragen nach, was von Harnoncourts Werk
und seinen Ideen bleibt, wie sich beides im Rückblick einordnen lässt
– revolutionär oder doch konservativ, möglicherweise beides, und ob
seine Reformen in den musikalischen Mainstream übernommen worden sind
oder langsam wieder vergessen werden. Außerdem ist in dieser Sendung
ein bisher unveröffentlichtes Interview mit Harnoncourt aus dem
Mozart-Jahr 2006 zu hören und Höhepunkte eines „Diagonal zur Person“,
das vor rund 26 Jahren zu Harnoncourts 70. Geburtstag entstand. Das
Programm im Detail ist abrufbar unter
https://oe1.orf.at/nikolausharnoncourt .

Zwtl.: „Nikolaus Harnoncourt – Die Musik meines Lebens“ in ORF 2
und „Ein Hoch auf Harnoncourt!“ in ORF III

Auch das ORF-Fernsehen würdigt Nikolaus Harnoncourt zum 10.
Todestag und erinnert an dessen Bedeutung für die Musikwelt. ORF 2
zeigt die Dokumentation „Nikolaus Harnoncourt – Die Musik meines
Lebens“ (Sonntag, 22. Februar, 9.05 Uhr, auch auf ORF ON) von Günter
Schilhan, für die der Ausnahmekünstler 2014 – zwei Jahre vor seinem
Tod im März 2016 – eine Werkauswahl der für ihn bedeutendsten Musik
seines Lebens zusammengestellt hat. Von der Kindheit bis zur
Gegenwart reicht diese musikalische Biografie, die anhand von vorher
nie veröffentlichten Fotos und Personalien aus dem Familienarchiv,
Konzertausschnitten, Probenarbeiten und persönlichen Kommentaren
Nikolaus Harnoncourts einen Bogen über sein Leben und gleichzeitig
über die von ihm mehr als 60 Jahre mitgeprägte Musikgeschichte
spannt.

ORF III erinnert an den Stardirigenten zunächst in einer „Kultur
Heute“-Ausgabe (Mittwoch, 4. März, 19.40 Uhr, auch auf ORF ON), in
der Barbara Rett und Starpianist Rudolf Buchbinder zu Gast sind und
über das Vermächtnis Nikolaus Harnoncourts sprechen. „Ein Hoch auf
Harnoncourt!“ (Sonntag, 8. März, 20.15 Uhr, auch auf ORF ON) bringt
die gleichnamige „Erlebnis Bühne“-Hommage aus. Darin präsentiert
Barbara Rett musikalische Höhepunkte aus Harnoncourts Wirken – von
Mozart bis Gershwin, von der Oper bis zum Neujahrskonzert.
Wegbegleiter:innen erinnern an den prägenden Einfluss des Künstlers,
der als einer der wichtigsten Pioniere auf dem Gebiet der
historischen Aufführungspraxis galt, und nicht nur als Musiker,
sondern auch als Mensch unvergessen bleibt.