Wien (OTS) – Immer wieder werden im TierQuarTier Tiere aufgenommen,
die verletzt
aufgefunden werden. In den vergangenen Monaten sorgten mehrere
solcher Fälle für große Betroffenheit. Nun ist es erneut ein Welpe,
der dringend Hilfe braucht: Atsu. Der junge Hund wurde neben einem
Müllraum im 23. Wiener Bezirk entdeckt. Allein und schwer verletzt.
Eine Finderin reagierte sofort und brachte den Welpen umgehend in
eine Tierklinik. Dort zeigte sich, wie ernst die Situation war: Atsu
hatte einen Bruch des Unterschenkels, verursacht durch eine massive
Gewalteinwirkung. Ob der Welpe angefahren wurde oder ihm bewusst
Gewalt angetan wurde, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Klar ist
jedoch: Ein solcher Bruch entsteht nicht ohne erhebliche
Krafteinwirkung.
„ Solche Fälle gehen uns immer sehr nahe .“, so Thomas Benda,
Betriebsleiter des TierQuarTiers. „ Gerade bei einem so jungen Welpen
ist es aber besonders tragisch, weil er sich mitten in einer
wichtigen Prägephase befindet. In diesem Alter sollten Hunde
eigentlich Sicherheit, Vertrauen und positive Erfahrungen sammeln und
nicht solche Verletzungen erleiden. “
Bei der Untersuchung stellte sich außerdem heraus, dass Atsu zwar
einen Mikrochip trägt, dieser jedoch nicht registriert war. Dadurch
konnte kein Besitzer ermittelt werden und bislang hat sich auch
niemand nach dem jungen Hund erkundigt.
Zwtl.: Chip allein reicht nicht aus – Registrierung ist gesetzlich
verpflichtend
Das TierQuarTier Wien nimmt den Fall zum Anlass, auf eine
wichtige gesetzliche Regelung hinzuweisen: In Österreich müssen Hunde
verpflichtend gechippt und in der Heimtierdatenbank registriert
werden.
Der Mikrochip ist nur wenige Millimeter groß und wird – ähnlich
wie bei einer Impfung – unter die Haut gesetzt. Er enthält einen
individuellen Zifferncode. Erst durch die Registrierung wird dieser
Code mit den Daten des Tieres und der Halter*innen verknüpft. Nur so
können entlaufene oder aufgefundene Tiere rasch ihren Besitzer*innen
zugeordnet werden.
Diese Verpflichtung gilt neben Hunden auch für Zuchtkatzen, wobei
auch unkastrierte Freigängerkatzen rechtlich als solche gelten.
Zwtl.: Operation gut verlaufen
Atsu wurde unmittelbar nach der Diagnose operiert. Der Bruch
wurde chirurgisch versorgt und stabilisiert. Die Operation ist gut
verlaufen, auch die erste Nachkontrolle stimmt vorsichtig positiv.
Der Welpe muss sich nun noch einige Zeit schonen. Sein Bein ist
ruhiggestellt, er erhält Schmerzmittel und Antibiotika, und der
Verband wird regelmäßig kontrolliert. Für einen vier Monate alten
Hund ist diese notwendige Ruhephase eine große Herausforderung – denn
eigentlich wäre jetzt die Zeit, in der er neugierig seine Umwelt
entdeckt und spielt.
Im TierQuarTier wird Atsu derzeit medizinisch betreut und
umsorgt. Sobald er vollständig genesen ist, soll für den jungen Hund
ein liebevolles Zuhause gefunden werden.
Zwtl.: Das Veterinäramt der Stadt Wien ersucht nun die Bevölkerung um
Mithilfe: Wer hat Atsu wiedererkannt oder weiß, woher sie stammt?
Das TierQuarTier und das Veterinäramt der Stadt Wien bitten die
Bevölkerung um Mithilfe. Personen, die Atsu erkennen, Hinweise zu
ihrer Herkunft oder Vorgeschichte geben können werden ersucht, sich
zu melden. Möglicherweise erkennt jemand die Hündin auf einem der
veröffentlichten Fotos wieder.
Hinweise nimmt das Fundservice für Haustiere der Stadt Wien unter
der Telefonnummer 01/4000-8060 entgegen. Wichtig: Das Aussetzen von
Tieren ist gesetzlich verboten und wird mit Geldstrafen von bis zu
7.500 Euro geahndet.
Zwtl.: Das TierQuarTier Wien – das Zuhause auf Zeit für Tiere in Not
Das TierQuarTier ist eines der modernsten Tierheime Europas – es
entspricht den höchsten Standards einer zeitgemäßen Tierbetreuung und
definiert Tierschutz in Wien auf ganz neuer Ebene. Alle Tiere werden
während ihres Aufenthaltes bestens medizinisch versorgt,
professionell gepflegt und betreut, während sie auf ihr neues,
artgerechtes Zuhause warten.
Bilder in Kürze auf www.presse.wien.gv.at/bilder