Von Dürers Feldhase bis zur Gegenwartskunst: Die ALBERTINA blickt auf ihre Geschichte – und in die Zukunft

Wien (OTS) – Dieses Jahr begeht die ALBERTINA das 250-jährige
Jubiläum ihrer
Sammlung. Aus diesem Anlass präsentiert das Museum von 19. Juni bis
11. Oktober 2026 die große Jubiläumsausstellung Sammeln für die
Zukunft. 250 Jahre ALBERTINA . Die Schau erzählt die Geschichte einer
der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt und fragt zugleich, was
Sammeln heute und in Zukunft bedeutet.

„Die Zukunft der ALBERTINA begann vor 250 Jahren. Die glanzvolle
Geschichte einer großen Sammlung verpflichtet heute und morgen zur
Bewahrung eines einzigartigen künstlerischen und kulturellen Erbes,
zugleich aber auch zu dessen strategischer Weiterentwicklung. Nach
wie vor bildet der Anspruch, den Menschen einen Überblick über
früheres und gegenwärtiges Kunstschaffen zu ermöglichen und Freude an
der Begegnung mit Kunst zu vermitteln, die Grundlage für ein sowohl
zeitgemäßes wie zukunftsgerichtetes Handeln. Die Vision der ALBERTINA
für die Zukunft ist die eines Museums, das durch Kunst verbindet und
für alle offen ist“, so Generaldirektor Ralph Gleis.

Zwtl.: Das Sammlerpaar

Anfang Juli 1776 übergibt der österreichische Gesandte in
Venedig, Conte Giacomo Durazzo, Herzog Albert von Sachsen-Teschen und
Erzherzogin Marie Christine ein Konvolut von 10.000 Kupferstichen.
Dieser Moment markiert den Beginn der Sammlung der ALBERTINA. Er
fällt in die Epoche der Aufklärung, in der Vernunft, Wissenschaft,
Bildung und die Freiheit des Individuums zu zentralen Leitideen
werden. Aus diesem geistigen Klima heraus entwickelt sich eine
Sammlung, die damals wie heute dem Anspruch folgt, Kunst zu bewahren
und zugleich zeitgenössische Kunst für die Zukunft zu sammeln.

250 Jahre später zählt die ALBERTINA mit rund 1,2 Millionen
Werken zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Aus einer
aristokratischen grafischen Privatsammlung wurde ein international
renommiertes Museum, dessen Bestände von Zeichnung und Druckgrafik
über Fotografie, Malerei und Skulptur bis hin zu Installations- und
Medienkunst reichen.

Die Jubiläumsausstellung lädt dazu ein, die Geschichte des
Sammelns neu zu betrachten: Wer hat gesammelt? Was und wie wurde
gesammelt? Welche Werke prägten die Sammlung und wie veränderte sich
das Museum im Laufe der Zeit? Im Mittelpunkt steht dabei auch eine
Persönlichkeit, deren Bedeutung für die Entstehung der ALBERTINA
lange unterschätzt wurde: Erzherzogin Marie Christine. Obwohl die
ALBERTINA nach Herzog Albert benannt ist, ermöglichte ihr Vermögen
den Aufbau der Sammlung in entscheidendem Maß. Zugleich brachte sie
ihre eigene Begeisterung für Kunst in die Ehe ein und prägte die
frühe Sammlungspolitik nachhaltig.

Zwtl.: Albrecht Dürers berühmter Feldhase

Anhand herausragender Meisterwerke erzählt die Ausstellung die
Geschichte des Hauses. Zu sehen sind unter anderem Albrecht Dürers
weltberühmter Feldhase , Werke von Gustav Klimt und Egon Schiele
sowie zahlreiche selten gezeigte Objekte, die neue Perspektiven auf
die Geschichte der Sammlung eröffnen. Die Schau zeigt, wie sich die
ALBERTINA über Generationen hinweg kontinuierlich erweitert hat und
wie aus einer privaten Sammlung ein Museum von Weltrang wurde.

Zwtl.: Rosa Barbas künstlerischer Blick auf die Albertina

Diesen Blick nach vorne greift auch die international renommierte
Künstlerin Rosa Barba auf. Für das Jubiläumsjahr entstand eine
ortsspezifische Arbeit, die sich mit den historischen Dimensionen der
ALBERTINA als einer Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunft auseinandersetzt. Nach Ende der Ausstellung wird das Werk in
die Sammlung aufgenommen und damit selbst Teil jener Geschichte, die
die Ausstellung erzählt.

Mit Sammeln für die Zukunft feiert die ALBERTINA ihr
Jubiläumsjahr 2026 und lädt dazu ein, eine Sammlung neu zu entdecken,
die seit 250 Jahren Kunst bewahrt, die Gegenwart dokumentiert und
Zukunft gestaltet.

Sammeln für die Zukunft. 250 Jahre ALBERTINA
19. Juni – 11. Oktober 2026
ALBERTINA, Wien

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