Neue Wege in Zukunftsjobs: waff ist Motor der Berufsorientierung in Wien

Wien (OTS) – Mit Coaching und Beratung unterstützt der waff 2026 rund
41.500
Wiener*innen bei ihrer beruflichen Veränderung. Zukunftsgerichtete
Berufsorientierung ist deshalb auch im Erwachsenenalter ein wichtiges
Angebot zur Fachkräftesicherung. Das neue Angebot des BFI
„BerufsWende“ ergänzt diese Unterstützung um praktische Einblicke in
neue Berufsfelder.

Ob neue Aufgaben, eine Weiterbildung oder ein Berufswechsel: Der
waff unterstützt Wienerinnen dabei, berufliche Ziele zu entwickeln
und passende Ausbildungswege zu finden. Allein 2026 werden mehr als
41.500 Wienerinnen dieses Angebot in Anspruch nehmen. Als Motor der
Berufsorientierung in Wien setzt der waff auch darauf, Lücken im
bestehenden Angebot zu schließen. Ein Baustein dafür ist die
praktische Berufsorientierung mit dem neuen Angebot „BerufsWende“.

„Ob jemand beruflich weiterkommt oder einen Quereinstieg macht,
darf nicht davon abhängen, ob genug Geld für eine Ausbildung da ist
oder man sich im Bildungsangebot allein zurechtfindet. Mit dem waff
stellen wir den Wiener*innen Beratung, Orientierung und Geld für Aus-
und Weiterbildung zur Seite. So ermöglichen wir ihnen, einen
Abschluss nachzuholen, sich weiterzuqualifizieren oder einen neuen
Beruf zu erlernen“, sagt Vizebürgermeisterin und Arbeitsstadträtin
Barbara Novak.

Berufsorientierung auch mitten im Berufsleben

Der Beruf, den man einmal gelernt hat, muss nicht ein ganzes
Arbeitsleben lang passen. Interessen verschieben sich, familiäre oder
gesundheitliche Umstände erfordern neue Wege und technologische
Entwicklungen verändern die Arbeitswelt. Berufsorientierung ist
deshalb nicht nur für Jugendliche relevant, sondern auch für
Erwachsene.

„Berufliche Veränderung beginnt oft mit der Frage: Was kann ich
eigentlich noch alles? Wir wollen Menschen ermutigen, ihre
Fähigkeiten neu zu entdecken und auch Berufe auszuprobieren, an die
sie bisher nicht gedacht haben. Der waff unterstützt dabei, aus einer
ersten Idee einen konkreten Plan zu machen“, so waff-Geschäftsführer
Marko Miloradović.

Europäischer Sozialfonds als Ermöglicher

Ein wichtiger Partner in diesen Fragen ist der Europäische
Sozialfonds (ESF). Über den Chancen-Scheck wurden 2025 insgesamt
5.032 Kund*innen etwa beim Nachholen eines Abschlusses unterstützt.
Für das Programm sind von 2023 bis 2028 ESF-Mittel von
7,9 Millionen Euro vorgesehen. Das Angebot FRECH unterstützte 2025
über 1.600 Frauen beim beruflichen Auf- oder Umstieg; dafür stehen im
selben Zeitraum 5 Millionen Euro an ESF-Mitteln zur Verfügung. Auch
die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen wird gefördert:
Rund 2.500 Teilnehmer*innen besuchten bislang das College 25+, das
Asylberechtigte ab 25 Jahren auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt
oder weiterführende Ausbildungen vorbereitet. Dafür sind von 2024 bis
2026 insgesamt 8,4 Millionen Euro an ESF-Mitteln vorgesehen.

Damit diese Unterstützung langfristig gesichert bleibt, sprachen
sich die Länder bei der dieswöchigen Landesarbeitsreferent*
innenkonferenz gemeinsam dafür aus, die europäischen Mittel für
regionale Arbeitsmarktmaßnahmen auch in der EU-Förderperiode 2028 bis
2034 in bisheriger Höhe abzusichern. Diese Mittel ermöglichen soziale
und arbeitsmarktpolitische Angebote, die auf unterschiedliche
Herausforderungen in den Regionen eingehen. Zugleich fordern die
Länder eine deutliche Vereinfachung der Förderabwicklung.

Zusätzlich zu vielen bestehenden ESF-geförderten Angeboten
startet „BerufsWende“

Wie sich Beratung und Ausprobieren verbinden lassen, zeigt
„BerufsWende – Orientierung für neue Chancen“ des BFI Wien. Das
Angebot wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und des
waff gefördert. Im Mittelpunkt stehen Tätigkeiten in
Zukunftsbereichen wie Elektro- und Gebäudetechnik,
Softwareentwicklung, Klimaschutztechnik, Pflege und
Elementarpädagogik. Beim praktischen Ausprobieren in Werkstätten
können die Teilnehmer*innen herausfinden, welche Aufgaben ihnen
liegen.

Die Beratung hilft anschließend dabei, die Erfahrungen
einzuordnen und die nächsten Schritte zu planen. So kann aus dem
Wunsch nach Veränderung ein Weg in Richtung Zukunftsberuf
eingeschlagen werden.

„Fachkräftesicherung beginnt schon bei der Berufsorientierung.
Menschen müssen die Zukunftsjobs unserer Stadt kennenlernen können,
bevor sie sich für eine Ausbildung oder einen Berufswechsel
entscheiden. Als Stadt Wien wollen wir ihnen diesen Weg öffnen. Damit
investieren wir in die beruflichen Chancen der Wiener*innen und in
die Zukunft unseres Standorts.“, so Vizebürgermeisterin und
Arbeitsstadträtin Barbara Novak.

Das kostenlose Angebot „BerufsWende“ richtet sich an Beschäftigte
ab 18 Jahren mit Hauptwohnsitz in Wien, die ein geringes
Ausbildungsniveau oder eine in Österreich nicht verwertbare
Berufsausbildung haben. Anmeldungen sind auf der Webseite des BFI
möglich: https://www.bfi.wien/kurs/0136/KB002292/berufswende-
orientierung-fuer-neue-chancen/26BMI40001