Politik

Grüne Wien, Berner/Arsenovic ad „Kultursteuer“-Debatte: „Kultur-Euro war Bauchfleck mit Anlauf“

Wien (OTS) – Anlässlich der heutigen Debatte im Landtag erneuern die
Grünen Wien
ihre Forderung für eine faire Kulturfinanzierung aus der
Toursimusabgabe: „Der von der SPÖ vorgeschlagene Kultur-Euro war ein
Bauchfleck mit Anlauf. Eine solche „Kultursteuer“ wäre auf Kosten der
Kulturszene und der Wienerinnen und Wiener gegangen. Es ist gut, dass
die SPÖ – spät aber doch – zur Vernunft gelangt ist und die Idee
einer Kultur-Steuer auf Tickets wieder begraben hat“, so Ursula
Berner, Kultursprecherin der Grünen Wien.

„Wir sehen das angespannte Budget. Es gibt aber eine deutlich
gerechtere Lösung, um die Fördertöpfe zu füllen. Etwa mit einer
zweckgewidmeten Tourismusabgabe“, betont Tourismussprecher Hans
Arsenovic. Eine Abgabe von einem Euro pro Tag und Tourist:in könnte
mehr als 20 Millionen Euro für das Kulturbudget bringen – ohne die
lokale Kulturstruktur weiter zu gefährden. „Wenn unsere
Kulturbetriebe finanziell immer stärker unter Druck geraten, ist das
nicht nur ein Problem für die Kultur. Es ist langfristig auch ein
Problem für den Tourismus. Und damit natürlich ein Problem für die
Wiener Wirtschaft“, so Arsenovic.

„Es ist völlig unverständlich, warum die Wiener Stadtregierung keinen
Anteil der Einnahmen aus dem Tourismus für Kultur widmen will.
Kulturangebote sind eines der wichtigsten Assets für Touristinnen
nach Wien zu kommen – übrigens auch für Messetourist:innen“, ergänzt
Ursula Berner weiter.

Die Grünen bringen im Gemeinderat einen entsprechenden Antrag ein.
„Andere Städte, etwa Venedig, zeigen: Eine solche Lösung ist möglich.
Das wäre ein echter Kultur-Euro: solidarisch, gerecht und
zweckgewidmet“, so Berner und Arsenovic abschließend.